Diese noch immer sehr seltene Rasse
vereint die wunderbare Fellzeichnung der wild lebenden
Asiatischen Bengalkatze mit der
Zutraulichkeit der Hauskatze.
Die Asiatische Bengalkatze ist eine
kleine, durchschnittlich nur 4,5 kg wiegende, in den
Wäldern Südasiens heimische Wildkatze.
In den 1960er- Jahren war zu
befürchten, das sie ausstirbt, was die Züchterin Jean Sugden (später Mill)
1963 veranlasste, eine Verpaarung mit Hauskatzen zu
versuchen.
Andere Wildkatzen, wie Ozelot und
Marguay, hatten sich schon oft erfolgreich mit
Hauskatzen gekreutzt, doch meist zeigten die
Nachkommen das Temperament des wilden Elternteils.
Dr. Willard Centerwall
von der Uni of California setzte 10 Jahre später das
begonnene Zuchtprogramm fort, um die Immunität
der Asiatischen Bengalkatze gegen den Virus der
Feline- Leukämie zu erforschen.
Aus diesem Programm ging die Bengal hervor.
Acht seiner Hybriden gab Dr. Centerwall
an Jean Mill.
Die erste Bengal, die 1983 registriert wurde, trug den
stolzen Namen
Durch die früheren Kreuzungen mit
rasselosen Hauskatzen waren unerwünschte Gene
(Farbverdünnung und Langhaarigkeit) eingeführt worden.
Spätere Kreuzungen mit Indischen Straßenkatzen und der
Ägyptisch Mau führten die Tupfen, die Siamzeichnung
und blaue Augen ein, was die ungewöhnliche
"Schneeschattierung" zur Folge hatte.
Während registrierte
Züchtungen kontrolliert werden, um Einkreuzungen von
rasselosen Tieren zu unterbinden, sind Bengalzüchter
vom Ergebniss solcher Einkreuzungen ganz begeistert,
brachten sie doch Farbschläge hervor, die man "Pearl
dusting" nennt.
Der erste Farbschlag, der
stabilisiert werden konnte, war Brown Spotted, und die
Bengals dieser Musterung ähneln der wilden Bengalkatze
so sehr, dass sie sogar den Ocellus oder Daumenabdruck
genannten hellen Fleck auf der Rückseite der Ohren
haben, der an das Auge der Pfauenfeder erinnert.
Die Zeichnung ist dunkelbraun oder
schwarz. Die Tupfen auf dem Fell sollten groß sein, um
Ringe oder Rosetten zu bilden, und zufällig verteilt
sein, sie sollten nicht den senkrechten Streifen des
getigerten Tabby ähneln.
Die Mamorierung des Marbled Bengal
sollte drei Farbabstufungen zeigen- die Grundfarbe,
die dunkle Markierungen und noch dunklere Umrisse.
Wie man es bei einer Rasse erwarten
kann, die ihren Ursprung einem kleinen Leoparden
verdankt, ist die Bengal sehr kräftig, hat eine breite
Brust, große, runde Pfoten, leicht stämmige Beine und
einen muskulösen Hals. Der Kopf ist verhältnismäßig
klein. von gerundeter Keilform mit kurzer Nase, deren
Spiegel ziegelrot und schwarz umrandet ist.
Die Ohren sind im Ansatz breit
und haben gerundete Spitzen ohne Ohrbüschel.
Die Augen sind groß, oval, leicht
schräg gesetzt und häufig grün.
Wie ihr wilder Vorfahr ist die
Bengal ein ausgezeichneter Jäger, aber auch eine
verspielte Hauskatze. Während einige behaupten, dass
gerade die Bengal ein besonders wildes Temperament
habe, weisen andere darauf hin, dass man das von fast
allen Katzen behaupten könne.